Sonntag, 6. Oktober 2013

Plavac

Plavac ist einer der bekanntesten Weine Kroatiens und kommt hauptsächlich aus der Gegend von Dalmatien.
Wobei die von unserem Wohnmobilvermieter gespendete Einstandsflasche systembedingt ein kurzes Leben hatte.
Allgemein zum Plavac kann man sagen, es handelt sich um einen gehaltvollen und fruchtigen Wein mit ganz leichter Säure die aber nie dominant ist. Und siehe da: Die gespendete Flasche erwies sich als unkomplizierter Vertreter ihrer Gattung- öffnen und schmeckt! Nix mit mindestens eine Stunde zuvor den Korken mit religiöser Inbrunst entfernen, damit der Wein auch richtig atmen kann- nein nicht nötig. Natürlich kann ich auf Grund des schnellen Endes dieser Flasche nicht sagen ob es noch viel besser geworden wäre, aber hier ist für alle, die einen guten Wein mögen das Bild zur Deckung des Eigenbedarfs.


Zwei Tage später die Pleite: Eine weitere beschaffte Flasche Plavac (eines anderen Herstellers) offerierte ihren Inhalt als dünne und nicht besonders antörnende, etwas säuerliche Suppe. Also vermutlich das gleiche Dilemma wie in Italien mit dem Chianti oder in Frankreich mit dem Bodeaux.
Der erwachsene Bruder des Plavac ist der Dingac, den ich aber nicht so sehr mag. Im Gegensatz zum Plavac ist er zwar viel feiner und - na ja- zivilisierter, aber ihm fehlt das rustikale Flair des Plavac. Außerdem muß man Dingac wieder zelebrieren, das erfordert schon allein der Anschaffungspreis.
Und dann noch, weil man muß ja testen, ob es immer so ist, noch eine weitere Empfehlung für einen wohlschmeckenden Plavac. Schließlich soll dieser Wein ja nicht einen schlechten Ruf erlangen, nur weil mal eine miese Flasche dabei war. Mit der Berufung euch einen guten Tropfen mittels bedingungslosen Einsatzes zu präsentieren darf ich diese Flasche zeigen - ebenfalls ein unkomplizierter Tropfen.

Walter Fuchs